Elektroautos bequem zuhause laden

Von Anmeldungsmodalitäten bis Zuständigkeiten: Auf dieser Seite haben wir Ihnen Wissenswertes rund um das Thema "privates Laden zuhause" zusammengestellt

Sie wollen im Hamburger Stadtgebiet eine private Ladeeinrichtung für Ihr Elektrofahrzeug installieren lassen? Dann müssen wir als Ihr städtischer Verteilungsnetzbetreiber darüber informiert werden. Denn für das Hausanschlusskabel sowie Ihren Hausanschlusskasten sind wir zuständig. Dafür prüfen wir die technischen Voraussetzungen Ihres Hausanschlusses und erweitern diesen – wenn notwendig – in Ihrem Auftrag. Für die Überprüfung Ihrer Hausinstallation und die Installation Ihrer Ladeinfrastruktur beauftragen Sie bitte einen Elektrofachbetrieb.

Was ist vorab zu tun?

Bedarf abschätzen

Überlegen Sie im Vorfeld, welche Infrastruktur Sie in Zukunft benötigen. Planen Sie vielleicht, später ein zweites Elektroauto anzuschaffen? Wie viel Strom benötigt Ihr Auto? Wie viel Zeit haben Sie zum Laden? Bedenken Sie auch die Anforderungen in den kommenden Jahren mit. So sparen Sie später unnötige Arbeit und Kosten.

Elektroinstallation prüfen

Lassen Sie sich im Vorfeld unbedingt von einem Elektrofachbetrieb beraten. Der Installateur prüft, ob Anschluss und Kabel der Dauerbelastung gewachsen sind, und informiert Sie über eine eventuell notwendige Erweiterung Ihrer Elektroinstallation.

Bitte lassen Sie sich vor der Beauftragung des Fachbetriebs von diesem nachweisen, dass der Handwerksbetrieb in das Elektroninstallateurverzeichnis eingetragen ist. Diese Eintragung kann der Betrieb mit seinem Installateurausweis nachweisen, der vom zuständigen Netzbetreiber ausgehändigt wurde.

Strombedarf kalkulieren und intelligentes Laden prüfen

Sie benötigen mehrere Ladepunkte in Ihrer Garage? Entsprechend groß fällt dann Ihr Hausanschluss aus, denn grundsätzlich sollten insbesondere alle Ladepunkte gleichzeitig mit voller Leistung betrieben werden können. Alternativ oder ergänzend zur Verstärkung Ihres Hausanschlusses können Sie auch ein sogenanntes Lastmanagement einsetzen. Das intelligente System regelt, wo die Energie hinfließt: Wenn zum Beispiel im Haus der Backofen eingeschaltet ist, kann das Laden des Elektroautos in der Garage so lange unterbrochen werden. Voraussetzung ist, dass elektrische Geräte, Ladepunkte und das zentrale Managementsystem miteinander kommunizieren können.

Grundsätzlich ist beim Anschluss von Ladepunkten für Elektromobilität die Ladeinfrastruktur durch Sie mit einer Kommunikationsschnittstelle, die den Mindeststandart OCPP Version 1.6 beherrscht, auszustatten. Für den steuernden Zugriff auf die Ladeinfrastruktur stellen wir Ihnen bei Anforderung das benötigte Modem sowie die SIM-Karte zur Kommunikationsanbindung kostenfrei bei.
Das Modem lassen Sie dann von Ihrem Fachbetrieb am zentralen Zählerplatz montieren. Die erforderliche Datenverbindung (mindestens CAT5-Leitung oder zugfähige und durchgängige Installationsrohrverbindung) zum Ladepunkt sollten Sie in Anlehnung an DIN 18015-1 bereits vorrüsten lassen.

Welche Schritte sind dann nötig?

Antrag

Füllen Sie den Antrag zum Anschluss von Ladeinfrastruktur für Elektromobilität aus. Hierbei kann Sie Ihr Fachbetrieb unterstützen. Sollte Ihr Haus noch nicht an das Stromnetz angeschlossen sein, dann teilen Sie uns bitte mit einem Antrag zur Niederspannungsversorgung mit, wie viel Anschlussleistung Sie in Zukunft benötigen. Einen entsprechenden Musterantrag finden Sie in unserem Flyer „Hausanschluss Elektromobilität“.

Weiterführende Informationen zum Thema „Hausanschluss“ finden Sie hier.

Den ausgefüllten Antrag schicken Sie bitte an den für Ihr Wohngebiet zuständigen Hausanschlussmeister. Wer für Ihre Postleitzahl zuständig ist, erfahren Sie hier.

Prüfung

Stromnetz Hamburg überprüft, ob Ihr vorhandener Stromanschluss ausreichend ist, um die geplante Ladeinfrastruktur mit zu versorgen.

Wenn die Leistung ausreicht, erhalten Sie von uns grünes Licht für Ihre Ladeinfrastruktur – gegebenenfalls mit technischen Vorgaben. Sollte die Größe Ihres Hausanschlusses nicht ausreichen, unterbreiten wir Ihnen auf Wunsch ein Angebot zur Erweiterung des Anschlusses.

Erst danach kann es losgehen.

Installation

Der Fachbetrieb baut die Ladeinfrastruktur ein. Wenn Sie sich bei Ihrer Anlage für einen eigenen Stromkreis mit einem zusätzlichen Zähler entscheiden, müssen Sie anschließend die Inbetriebsetzung des neuen Zählers beantragen.

Die nötigen Installationen im Überblick

1: Die Leitung und der Stromkreisverteiler

Wir empfehlen, Ladestationen über einen eigenen Stromkreis und einen gesonderten Zähler zu installieren. Mit einem eigenen Stromkreis können Sie innovative Ladekonzepte nutzen. So wird zum Beispiel Ihr Elektroauto zum Stromspeicher. Außerdem können Sie besondere Autostrom-Tarife wählen. Fragen Sie dazu bitte bei Ihrem Stromlieferanten nach. Stromnetz Hamburg ist verantwortlich für das Netz – aber kein Stromlieferant.

Bitte bedenken Sie, dass die erforderliche Datenverbindung (mindestens CAT5-Leitung oder zugfähige und durchgängige Installationsrohrverbindung) zum Ladepunkt ist von einem Fachbetrieb in Anlehnung an die Vorschrift DIN 18015-1 im Vorfeld einzurichten ist.

2: Die Wallbox

Die sogenannte Wallbox wird an der Wand montiert. Sie wird – ähnlich wie ein Elektroherd oder eine Waschmaschine – über einen separaten Stromkreis mit 230 oder 400 Volt und 16 bis 32 Ampere an Ihre Elektrik angeschlossen. Mit einer Wallbox können Sie Ihren Stromer zuhause schnellstmöglich aufladen. Die Wallbox fällt wie andere elektrische Einrichtungen in Ihrem Gebäude in Ihren Verantwortungsbereich. Das für Sie passende Modell installiert Ihnen Ihr Fachbetrieb. Wir benötigen von Ihnen lediglich einen entsprechend ausgefüllten Antrag.

3: Der Stecker, der ins Auto geht

TIPP: Achten Sie bei der Installation Ihrer Wallbox unbedingt darauf, dass der Ladestecker mit Ihrem Auto zusammenpasst. In Europa ist der Typ-2-Stecker Standard, in asiatischen und amerikanischen Modellen wird vereinzelt der Stecker vom Typ 1 verwendet.