Steckerfertige Photovoltaikanlagen

Was Sie beim Anschluss einer steckerfertigen Photovoltaikanlage (Plug-In-PV-Anlage) unbedingt beachten müssen

Im Bereich der Erneuerbaren Energien erfreuen sich bei Mietern und Eigentümern steckerfertige Photovoltaikanlagen wachsender Beliebtheit und das entsprechende Angebot ist vielfältig.

Wer sich für eine steckerfertige Anlage entscheidet, sollte allerdings einige Punkte berücksichtigen, damit das „Solar-Kraftwerk“ auf dem Balkon auch an die entsprechende elektrische Anlage, beziehungsweise das Niederspannungsnetz, angeschlossen und sorgenfrei betrieben werden kann. Unten stehend haben wir Ihnen zusammengefasst, welche Punkte dafür vor einer Inbetriebnahme beachtet werden müssen.

Das Gerät

Beim Kauf der Plug-In-PV-Anlage auf den Stecker achten

Der Großteil der steckerfertigen PV-Anlagen auf dem Markt sind mit einem herkömmlichen Schutzkontaktstecker (Schukostecker) ausgestattet. Der Anschluss einer solchen Erzeugungsanlage über eine haushaltsübliche Schukosteckdose und damit die Einspeisung der erzeugten Energie in einen Endstromkreis sind aber nicht zulässig. Denn dies muss über eine spezielle Energiesteckvorrichtung (z. B. nach der Vornom DIN VDE V 0628-1 (VDE V 0628-1)) erfolgen. Andernfalls muss die PV-Anlage vor der Inbetriebnahme von einem Fachbetrieb fest an die entsprechende Elektroinstallation des Gebäudes angeschlossen worden sein.

Für den Fall, dass die Plug-In-PV-Anlage mit einem Schukostecker ausgerüstet ist, muss dieser durch einen Energieeinspeisestecker ersetzt werden. Ihr Elektrofachbetrieb unterstützt Sie dabei sicher gern.

Ihre Elektoinstallation

Energieeinspeisesteckdose einbauen

Für den Anschluss einer mit einer Energiesteckvorrichtung ausgestatteten Erzeugungsanlage benötigen Sie eine entsprechende Energieeinspeisesteckdose im Außenbereich. Deren Einbau muss durch einen Elektrofachbetrieb erfolgen. Nur dieser kann auch sicherstellen, dass die Schutzeinrichtungen Ihrer elektrischen Anlage ihre Schutzfunktion erfüllen können. Das ist nämlich nur der Fall, wenn der über die Energieeinspeisesteckdose rückgespeiste Strom berücksichtigt wird. Das gleiche gilt für den Fall, dass es sich um einen Festanschluss handelt.

Der Zähler

Zweirichtungszähler installieren

Wer mittels Plug-PV-In-Anlagen selbst erzeugten Strom nutzen möchte, muss wissen, dass haushaltsübliche, nicht rücklaufgesperrte Stromzähler nur die Menge des aus dem Netz entnommenen Stroms zählen und nicht, wie viel eingespeist wird. Auch wenn Sie nicht vorhaben, Strom in das öffentliche Verteilungsnetz einzuspeisen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass von Ihnen nicht verbrauchter Strom aus der Plug-In-Anlage in das Netz zurückfließt. Daher benötigen Sie immer einen Zweirichtungszähler.

Alle Einspeisungen von Erzeugungsanlagen in das Netz für die allgemeine Versorgung müssen ebenso wie der Bezug aus dem Netz gemessen werden. Daher muss vor Inbetriebnahme ein Tausch des entsprechenden Stromzählers in einen Zweirichtungszähler erfolgen. Die gesetzliche Grundlage dafür bildet die Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV), die Stromnetzzugangsverordnung (StromNZV) sowie das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG).

Sie können selbst prüfen, ob Ihre elektrische Anlage bereits über einen Zweirichtungszähler verfügt. Dazu sehen Sie auf Ihrem Zähler nach, ob das Symbol mit dem Zweirichtungspfeil dargestellt ist:

Die Formalitäten

Zählertausch beantragen

Den Zählertausch übernimmt Ihr Messstellenbetreiber für Sie. Für den Fall, dass Stromnetz Hamburg Ihr Messstellenbetreiber ist, finden Sie das entsprechende Formular auf dieser Seite. Nachdem Sie das Formular „vereinfachte Anmeldeverfahren“ (siehe Downloadbox rechts) bei uns eingereicht haben, werden wir uns im Falle eines Zählerwechsels mit Ihnen in Verbindung setzen.

Sollten Sie einen anderen Messstellenbetreiber haben, müssen Sie diesen über den Bedarf eines Zählertauschs informieren.

Erzeugungsanlage anmelden

Erzeugungsanlagen in unserem Netzgebiet, auch die Plug-In-PV-Anlagen, müssen vom Betreiber offiziell bei uns angemeldet werden und von einem Fachbetrieb, beziehungsweise einer in einem Installateurverzeichnis eingetragenen Elektrofachkraft, in Betrieb gesetzt werden. Ein Formular für die Anmeldung Ihrer Plug-In-PV-Anlage finden Sie auf dieser Seite. (Downloadbox rechts).

Denken Sie bitte auch daran, Ihre Plug-In-PV-Anlage im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (MaStR) zu registrieren.