Wartung von elektrischen Anlagen

Wer eine kundeneigene Mittelspannungs-Schaltanlage warten möchte, benötigt dafür eine Freischaltung. Diese kann ausschließlich durch den Verteilungsnetzbetreiber vorgenommen werden. Um eine Freischaltung zu erhalten, müssen verschiedene Anforderungen erfüllt sein. Denn wie für den Anschluss dieser Anlagen ans öffentliche Stromnetz gelten auch bei Wartungen gesetzliche Vorgaben und technische Mindestanforderungen.

Verantwortlichkeiten

Sowohl die Wartung als auch die Instandhaltung der im Eigentum des Kunden stehenden Anlagen- und Gebäudeteile obliegt dem Kunden (Anlagenbetreiber). Beides ist in angemessenen Zeitabständen durchzuführen. Wenn Inspektions-, Reinigungs- oder Wartungsarbeiten in kundeneigenen Stationen nötig sind – dazu zählen auch Sichtkontrollen der Anlagenteile und Funktionsprüfungen, z. B. Überprüfung der Schalterantriebe, sowie Nachweise der Schutzprüfung der Schutzgeräte – muss Stromnetz Hamburg als Verteilungsnetzbetreiber die Einspeisefelder ausschalten und die Anlage damit vom Netz trennen. Unsere Empfehlungen in Bezug auf die entsprechenden Anforderungen haben wir im Dokument „Wartungsanforderungen an Mittelspannungsanlagen“ zusammengefasst.

Anmeldung, Beauftragung und Terminabstimmung

1. Schritt

Melden Sie Ihr Wartungsvorhaben bei uns an. Nutzen Sie dafür bitte das unten verlinkte Online-Formular „Abschaltanforderung für kundeneigene Mittelspannungsanlagen“.

2. Schritt

Nach Abschluss der Arbeiten füllen Sie bitte das Revisionsprotokoll (Seite zwei im Dokument „Wartungsanforderungen an Mittelspannungsanlagen“) aus.

3. Schritt

Händigen Sie das von Ihnen unterschriebene Protokoll unserem Mitarbeiter vor Ort aus.

4. Schritt

Erst anschließend erfolgt die Rückschaltung.

Zur möglichst schnellen Bearbeitung Ihrer Anfragen verwenden Sie bitte unser Online-Formular.

Erdung der Schaltfelder bei angemeldeten Arbeiten

Zur generellen Sicherstellung der Zuständigkeit, welches Schaltfeld von wem geerdet wird, ist folgende Vorgehensweise festgelegt: Vom Schaltpersonal von Stromnetz Hamburg werden nur die Felder geerdet, in denen die Schalthoheit bei Stromnetz Hamburg liegt (Einspeisefelder). Ab der Schaltbefehlsgrenze ist kundenseitig die Arbeitssicherheit sicherzustellen. Bei Messfeldern, die hinter der Schaltbefehlsgrenze liegen, ist das Messfeld durch den vom Kunden beauftragen Schaltberechtigten zu erden und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Stromnetz Hamburg geerdet zu übergeben.